Juniorwahl 2021: 1,5 Million Jugendliche gingen schon vor der Bundestagswahl an die Wahlurnen!

Für 1,5 Millionen Schüler*innen an 4.500 Schulen hieß es anlässlich der Wahlen zum Deutschen Bundestag in ganz Deutschland: Wählen gehen und zwei Kreuze machen!

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass sich die Wahlbeteiligung der beteiligten Eltern erhöhte, ebenso wie die Wahlbeteiligung unter Erstwählern. Zudem sank der Anteil der Nichtwähler im Alter von 18 bis 21 Jahren von 22 auf unter 7 Prozent.

Die Juniorwahl zählt zu den größten Schulprojekten in Deutschland. Als Basis des Projekts werden 4.500 Schulen durch den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Zusätzlich wird in vielen Ländern das Projekt durch Kultusministerien, Landtage und Landeszentralen für politische Bildung finanziert.

Pressemitteilung: www.juniorwahl.de

Auch an der Carl-Bantzer-Schule standen seit Wochen alle Zeichen auf „Wahl“. Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 9 und 10 beschäftigten sich während des Politik-Unterrichts intensiv mit Fragen rund ums Wählen, Parteienvielfalt, Parlament & Regierung, Gesetzgebungsverfahren udm. Außerdem erprobten sie den von der Bundeszentrale für politische Bildung betriebenen Wahl-O-Maten. Nachdem sie die 38 Fragen beantwortet hatten, konnten sie ihre politischen Ansichten mit denen der Parteien abgleichen.

Die Klasse 10 G übernahm dabei gleich zwei Aufgaben. Sie organisierte im Vorfelde die Wahl, indem sie Wählerverzeichnisse anlegte und Wahlbenachrichtigungen an die Wähler versandte. An den beiden Wahltagen fungierten die Schüler der 10 G als Wahlvorstand und trugen Sorge dafür, dass alle Kriterien einer offiziellen Wahl eingehalten wurden.

Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche war es dann so weit. 196 Wahlberechtigte hatten zwei Wochen zuvor ihre Wahlbenachrichtigungen sowie Muster der täuschend echt aussehenden Wahlbögen unseres Wahlkreises 170 erhalten und konnten somit von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. 156 von ihnen nutzten die Möglichkeit, an der Juniorwahl teilzunehmen. Weil eine Briefwahl in dem Projekt nicht vorgesehen ist und krankheitsbedingt einige Schüler fehlten, entsprach die Wahlbeteiligung an der CBS 79,6%. Von den abgegebenen Stimmen war nur eine ungültig.

Und das sind die Ergebnisse (nur die ersten drei): SPD: Dr. Edgar Franke – 45 Stimmen (29,0 %), CDU: Anna-Maria Bischof – 43 Stimmen (27,7%), FDP: Bastian Belz – 28 Stimmen (18,1%)

Juniorwahl an der CBS: Die Ergebnisse der Direktwahl

Vor vier Jahren wäre Bernd Siebert als mit drei Stimmen Vorsprung als Direktkandidat gewählt worden; in diesem Jahr hatte Dr. Edgar Franke mit nur zwei Stimmen Vorsprung die Nase vorn.

Zweitstimme (nur die Parteien, welche die 5%-Hürde überschritten haben und in den Bundestag kämen): CDU – 25,2%, SPD – 23,9 %, FDP – 16,8 %, AfD – 11,6%, Die Linke – 5,8 %, Freie Wähler – 5,8 %, Sonstige – 10,9 % (davon Grüne – 4,8%)

Juniorwahl an der CBS: Prozentuale Stimmverteilung auf die Parteien

Lag bei der Juniorwahl vor vier Jahren noch die SPD knapp vor der CDU, so haben sich die Schüler*innen in diesem Jahr geringfügig umentschieden. Die Simulation der Bundestagswahl wurde von vielen Schülern gelobt, weil sie sehr gut organisiert war und die Wahlunterlagen täuschend echt aussahen. Zudem sagten viele der Befragten, dass sie politische Zusammenhänge jetzt viel besser verstanden hätten und sich in Zukunft aktiv an Wahlen beteiligen werden.

Alle Ergebnisse der Juniorwahl können online eingesehen werden unter: www.juniorwahl.de.

 

Schüler der 10 G (sitzend) bilden den Wahlvorstand. Schüler der 9 aH erhalten ihre Wahlunterlagen:

Schüler der CBS während der Juniorwahl